Naturaufstellungen

In Verbindung mit der Tiefe

Im tiefsten Grund sind wir nicht mächtig, dem Strom des Lebens und des Sterbens zu widerstehen, und nur unseren erkalteten Blicken erscheint die Oberfläche des Wassers als ein Spiegel, in dem wir allein das zu sehen vermögen, was wir schon kennen.

Im tiefen Meer der Erscheinungen aber gräbt sich das Licht aus und strahlt ungebrochen. So ist das mächtige und unendlich scheinende Schauspiel im bunten Kaleidoskop sich wiederholender Muster nicht unwiderruflich ohne Ausweg. Noch jede gebrochene Farbe sich öffnender Blüten weiß davon, und jeder Stein bewahrt es in seinem Innern. Nur wir in unserer quälenden Langsamkeit des Verstehens bewegen uns in diesem Licht wie erblindet.

Eintauchen in die Tiefe der Wirklichkeit, in die Tiefe der Liebe, jenseits aller Wahrheiten und Wirklichkeiten und Lieben. Im Tanz dem Körper zustimmen und der Welt, wie sie ist, und in Liebe über sie hinausgehen.

Es geschähe im Stillen und im Kleinen zuerst, dienend, ohne großen Aufhebens, und wäre einzig der Schönheit wirklich verpflichtet und der Freiheit des aufrechten Gangs. Erkennbar vielleicht und beginnend in der Geste der sich öffnenden Hand, die sich führen lässt in verwandeltes Handeln und noch im Zugreifen und Halten auch segnet und freigibt, und in der Berührung dem Licht einen Weg bahnt ohne Anspruch auf die Richtung und die Frucht.

So würde uns die nährende Macht der Liebe und der Schönheit schließlich verzehren, und wenn wir gehen, hätten wir alles gegeben und es wäre alles genommen.

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